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01.09.2018 | von Nicole Best

FLASHNEWS

Ironman 70.3. World Championship 2018 in Nelson Mandela Bay / Süd Afrika.

Mein Ziel mich dieses Jahr für die WM über die 70.3 Distanz zu qualifizieren, konnte ich mit dem Sieg in meiner AK im Mai auf Mallorca erreichen. Jetzt 3 Monate später ging es nach Port Elisabeth, Süd Afrika.

Die Rennen der Frauen, sowohl Profis und AK‘ler starteten am Samstag, den 1.Seb. Die Männerrenen folgten dann am Sonntag.
Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug nach Kapstadt und die restliche Strecke (ca. 800 km) mit dem Auto. Ich musste diese Version der Anreise wählen, weil keine Fluggesellschaft mir sagen konnte, ob ich ein Fahrrad in Port Elisabeth haben werde oder nicht. Oder ob es wenigstens rechtzeitig ankommen würde. Den Stress und die zusätzlichen Ausgaben hatte ich schon bei der EM in Glasgow. Das hat mir gereicht und ob ich noch mal ein paar nette Belgier finden würde, war nicht wahrscheinlich.
In Port Elisabeth hatte ich in einem Safari Park übernachtet. Die Entscheidung fiel hauptsächlich, weil kaum noch was frei war. Aber erwies sich im Nachhinein als eine tolle Erfahrung. Seht euch einfach die Bilder in der Galerie an.
Ein Problem war, das der Park nachts geschlossen hat. Zwischen 17 Uhr abends und 9 Uhr morgens kann man den Park nicht verlassen. Das Gelände ist mit einem Tor gesichert. Ich musste aber um 5 Uhr los, um rechtzeitig am Start zu sein. Also waren ich auf die Mithilfe eines Rangers angewiesen, der um 5 Uhr zum Tor kommt und es öffnet.

Konnte kaum schlafen, weil ich so aufgeregt war. Würde mich der Ranger am Tor erwarten oder ein paar wilde Tiere, die sich mit meinem Jenschura Müsli stärken wollen, das in meinem Magen war und mit mir gleich mit. Alles hat geklappt. So konnte ich schnell die letzten Vorbereitungen treffen ( Radflasche, Tacho, Gels, Luftdruck checken, Neo anziehen). Da jede AK ihren eigenen Start hatte konnte ich mir noch den Start der Profi Frauen anschauen. Es gab nicht nur viele Zuschauer sondern auch 2 Helikopter. Tolle Atmosphäre am Stand von Port Elisabeth.
Der Wettkampf fand bei Sonne, 13 Grad und ordentlich Wind statt. Jede AK hatte ihren eigenen Rolling Start. Alle 148 Teilnehmerinnen der AK 50 wurden in Gruppen zu 8 alle 10 sec in das 15 Grad kalte Meer geschickt. Die erste Hürde auf der 1,9 km langen Schwimmstrecke kam ganz am Anfang. Wie die ersten Wellen nehmen, ohne zu viel Zeit zu verlieren oder gar wieder an den Stand zurück gespült zu werden. Die Wellen waren ca. 1,5 m hoch. Meine Taktik war, über die erste zu springen und durch die nächste zu tauchen. Diese Taktik war wohl nicht ganz falsch, denn nach 29:29 min kam ich aus dem Wasser. Was mich zu eine der Ersten machte. Insgesamt hat mir das Schwimmen viel Spaß gemacht. Als jemand aus dem Binnenland war das Auf und Ab der Wellen eine nette Abwechselung zum sonstigen Schwimmen im Schwimmbad.
Auf dem Rad ging es erst mal 40 km bergan. Ich hatte oben den Wind erwähnt. Der kam natürlich von vorne :(. Auf der 90 km langen Radstrecke waren auch noch ca. 800 Höhenmeter zu überwinden. Ein wenig Rückenwind gab es zumindest auf dem Rückweg . Konnte als 6 te Frau meiner AK in die Laufschuhe und dann begannen schlimme Krämpfe in beiden Beinen. Mit viel Willen und einer Salztablette ging es doch weiter. Die Laufstrecke hatte auch noch ein paar Höhenmeter und das nach der harten Radstrecke. Meine Beine fühlten sich müde an.
Trotzdem gelang das Radfahren in 2:55:20 Std. und die 21 km in 1:46,57 Std. zu laufen. War ein super Erlebnis bei so vielen Zuschauer ins Ziel zu kommen. Top Organisiert!

Ganz toll waren auch die Helfer. Super freundlich und haben geholfen, wo sie nur konnten. Ein paar haben zur Aufmunterung an den Verpflegungsstationen ein Tänzchen hingelegt.
Bei der Siegerehrung war es etwas ganz besonderes für mich auf der Bühne mit Mark Allen (6 X Hawaii-Sieger) und den Hawaii-Legenden Dave Scott und Paula Newby Fraser zu stehen. Es gab eine tolle Trophäe mit Abbildern der ‘‘Big Five‘‘.
Big Five sind : Elefant, Leopard , Wasserbüffel, Löwe und Nashorn.
Ein Wasserbüffel habe ich bekommen. In der anschließenden 3-tägen Safari Tour im Addo Elefantenpark konnte ich dann nicht nur meinen Wasserbüffel sondern alle Big Five noch mal in freier Natur bewundern :O.

Glg Nicole

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